Die Klimakrise stellt die Stadt Wien vor große Herausforderungen. Energiewende, Mobilitätswende, Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft – sie alle verlangen nach weitreichenden Maßnahmen, um auf einen nachhaltigen Pfad einzuschwenken.
Mit der „Smart Klima City Strategie“, dem Wiener Klimafahrplan und dem Wiener Klimagesetz gibt es die passenden Antworten auf die Klimakrise. Gemeinsam mit weiteren Umsetzungsprogrammen und Fachkonzepten werden die Wege in ein nachhaltiges Wien beschrieben. Das Ziel lautet: Klimaneutralität in Wien bis 2040.
Fürs Programm Umweltmanagement im Magistrat – kurz PUMA – bestehen somit klare Zielvorgaben, die auch zwischen 2021 und 2023 mit konkreten flächendeckenden und dienststellenspezifischen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen in der Stadtverwaltung verfolgt wurden. Die Umsetzungen betrafen vor allem die Bereiche Mobilitätsmanagement, Abfall- und Ressourcenmanagement sowie das Energiemanagement, dabei wurde stets auf eine gute Abstimmung mit anderen Umweltprogrammen der Stadt geachtet.

Von 2021 auf 2023 hat sich der Energieverbrauch im Magistrat um rund 10% verringert (10 % weniger Fernwärme, 5 % weniger Gas, jedoch 4 % mehr elektrische Energie). Dazu ist anzumerken, dass während der Corona-Pandemie verstärkt Home-Office eingesetzt wurde. Auch die Bemühungen um „Raus aus Gas“ in der Energieversorgung der Amtsgebäude dürften sich positiv auf den sinkenden Gasverbrauch auswirken. Der Mehrverbrauch an elektrischer Energie ist mit der zunehmenden Elektrifizierung in der Haustechnik (Wärmepumpen) und Mobilität (E-Autos) erklärbar. Zum Thema „Wärmepumpen“ ist anzumerken, dass sie bei der Umrüstung gasversorgter Gebäude von großer Bedeutung sind. Bei Neubauprojekten wie z.B. Bildungseinrichtungen sind Wärmepumpen oft bereits technischer Standard.
Nutzung erneuerbarer Energie:
Ende 2023 waren insgesamt 27,48 Megawatt Peak (MWp) an Photovoltaik-Leistung im Magistrat installiert. Damit wurden jährlich rund 27.500 Megawattstunden (MWh) Strom generiert. Das entsprach mehr als 15 % des Gesamtstromverbrauchs im Magistrat.

Der Wasserverbrauch ging um ca. 10% zurück, dies ist neben dem vermehrten Homeoffice während der Corona-Pandemie auch auf den flächendeckenden Einsatz wassersparender Armaturen und Geräte zurückzuführen.
Insgesamt wurden 98 PUMA-Umweltmaßnahmen realisiert, sowohl flächendeckende im gesamten Magistrat, als auch spezifische Maßnahmen in einzelnen Magistratsabteilungen. Die PUMA-Maßnahmen in den jährlichen Umweltprogrammen leisteten Beiträge zur Umsetzung wichtiger Strategien und Programme der Stadt: Smart Klima City Strategie Wien, Wiener Klimafahrplan, Städtisches Energieeffizienzprogramm (SEP 2030), Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen („UN sustainable development goals - SDG“), Wiener Abfallvermeidungsprogramm, Lebensmittelaktionsplan – „Wien isst G.U.T.“, „ÖkoKauf Wien”.
Die Palette der Maßnahmen reichte von „Raus aus Gas“ in der Wärmeerzeugung und Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern, bis hin zu „Reparieren vor Neukaufen“ und Errichtung von E-Ladestationen, Umstieg auf E-Mobilität und Ausbau der Radabstellanlagen für die Mitarbeiter*innen.
Einsparungen:
Durch umgesetzte Maßnahmen wurden 1,3 Mio. kWh Strom, 1,7 Mio. kWh Fernwärme, 95.000 kWh Erdgas, 100.000 m3 Wasser und 4.200 kg Verbrauchsmaterial eingespart. Zudem wurden rund 25.000 kg Abfall vermieden und 360.000 kg CO2 eingespart.
Der vollständige Bericht ist hier online verfügbar.
© Grafik 1: Stadt Wien, Grafik 2: MA31/Stadt Wien, Foto: Dominik Schreiber/PUMA
