Der Reaktor wurde kontrolliert heruntergefahren. Eine Notabschaltung fand nicht statt, was ein Zeichen dafür ist, dass die Situation auf einer tiefen Stufe der Sicherheitssysteme bewältigt werden konnte. Die widersprüchlichen Informationen im Wege der Europäischen Union (ECURIE) sowie dem bilateralen Austausch zwischen Österreich und Slowenien, zeigen allerdings ein Defizit in der Kommunikation, das schnellstens korrigiert werden muss.

Das jetzt aufgetretene Leck im Primärkreislauf ist nicht das erste Problem des KKW Krsko in diesem Bereich. Der Reaktor der Firma Westinghouse ist nur mit zwei Primärkühlkreisschleifen ausgestattet und daher ist dieser Defekt als besonders schwerwiegend zu beurteilen. Der Vorfall zeigt auch, dass ein KKW mit einer Laufzeit von 27 Jahren mit einer erhöhten Fehlerwahrscheinlichkeit zu kämpfen hat. Die WUA forderte wiederholt – auch unter Verweis auf die erdbebengefährdete Lage des Kraftwerks - die Schließung der Anlage vor dem geplanten Betriebsende 2023.

 

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