In den letzten 10 Jahren sind die Risse in den Wärmeeinflusszonen der Rundnähte des Kernmantels zum Teil um über einen Meter gewachsen. Die letzte periodische Sicherheitsüberprüfung zeigt, dass bereits 25 % der Länge der meistbetroffenen Rundnaht gerissen sind und die maximale Risstiefe bereits über 3 Zentimeter beträgt. Die zuständige Behörde sieht allerdings weiter die Sicherheitserfordernisse erfüllt. Die Schweizerische Antiatomgruppe Fokus Antiatom kritisiert diese Vorgehensweise jedoch aufs Schärfste.

Zunehmend werden KKW auf Grund rein wirtschaftlicher Überlegungen bis an die Grenzen ihrer technischen Möglichkeiten betrieben – diese Entwicklung ist für die WUA inakzeptabel. Die Kernenergie ist eine Hochrisikotechnologie, bei welcher Risikominimierung und höchste Sicherheitsanforderungen an erster Stelle stehen müssen. Die Folgen eines schweren Unfalls in Mühleberg, der durch die Schwächung von Sicherheitskomponenten noch gravierendere Folgen haben könnte, wäre nicht nur für die Schweiz katastrophal. Die möglichst rasche Stilllegung ist die sicherste Methode um derartige Unfälle zu verhindern.

Mehr Informationen:

Periodische Sicherheitsüberprüfung im KKW Mühleberg (2,5-MB-PDF)
Schweizer Nuklear-Aufsichtsbehörde
Schweizer NGO – Fokus Anti Atom
Beschreibung KKW Mühleberg – WUA

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