WWER 440/230 eine Gefahr für Europa!
Nach Meinung internationaler Experten, auch aus dem Kreis der IAEA, entspricht der WWER 440/230 weder internationalen Sicherheitsstandards noch ist er durch technische Maßnahmen oder Umbauten an diese – ökonomisch vertretbar – heranzuführen. Der Reaktortyp hat zahlreiche konstruktive Mängel. Für die Anlage in Kozloduj hat eine Mission der IAEA in den 1990-er Jahren darüber hinaus noch weitere schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt. Der Standort Kozloduj ist des weiteren schwer Erdbeben gefährdet, was auch durch Beben in der jüngsten Vergangenheit dokumentiert ist. Die WWER 440/230 am Standort sind nicht in der Lage dieser Gefahr ausreichend zu widerstehen!
Standpunkt der Wiener Umweltanwaltschaft
Die Wiederaufnahme des Betriebs von Kozloduj 3 und 4 ist für die Wiener Umweltanwaltschaft inakzeptabel. Bei den Anlagen handelt es sich um völlig veraltete und auf Grund ihres Zustands zusätzlich hoch gefährliche Reaktoren. Bulgarien hat sich im Rahmen des EU-Beitritts zur Schließung der Reaktoren verpflichtet. Nach dem Ende der Gaskrise besteht kein vertretbarer Grund ein derartiges Risiko für ganz Europa wieder einzugehen. Wenn Bulgarien Geld benötigt, darf dies nicht auf Kosten der Sicherheit aller europäischen Bürger/innen geschehen. Sollte Bulgarien die Rektoren tatsächlich in Betrieb nehmen, wäre nach Ansicht der Wiener Umweltanwaltschaft – wie im Fall von Bohunice V1 – ein Vertragsverletzungsverfahren gemäß Artikel 226 EG-Vertrag unumgänglich.
