Dem Bericht der UJD (slowakische Atomaufsichtsbehörde) zu folge handelt es sich um einen Vorfall im Bereich des Turbogenerators (nichtnuklearer Teil des KKW). Es kam am gegenständlichen System am 26. November 2010 zu einem Leck in einer Ölleitung. In der Folge wurde das Turbogeneratorsystem am 27. November 2010 außer Betrieb genommen und der Schaden der zuständigen Behörde gemeldet. Zum Brand kam es dann am 29. November 2010 - also nach der Wiederinbetriebnahme der Einheit. Der betroffene Teil wurde daraufhin wieder außer Betrieb genommen. Als Ursache wurde ein fehlerhafter (abgebrochener) Sensor für die Drucküberprüfung am Filter des betroffenen Ölreglers festgestellt.

Nach den Angaben der Behörde wurde keine Radioaktivität freigesetzt, was insofern naheliegend ist, da es sich um ein Ereignis auf der nichtnuklearen Seite der Anlage handelte.

Sicherheit vor wirtschaftlichen Überlegungen

In den beiden Blöcken des Kraftwerks Mochovce wurde kürzlich die Leistung erhöht. Die Wiener Umweltanwaltschaft spricht seit Beginn des  Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens – im Jahre 2007 - wiederholt aus Sicherheitsüberlegungen gegen das Projekt aus.

Ein Kernkraftwerk ist wie jede große industrielle Anlage schon aufgrund seiner Komplexität ein sensibles System. Unfälle bergen in diesen Fällen immer das Risiko katastrophale Folgen nach sich zu ziehen. „Sicherheit zuerst“ darf speziell hier kein Schlagwort bleiben! Transparenz ist die Voraussetzung für den sicherstmöglichen Betrieb der ohnehin auch so gefährlichen Anlagen.

Mehr Informationen:

Detailbeschreibung des KKWs Mochovce der WUA

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