Die WUA stellt sich vor

Newsflash

Bekanntgabe der Entscheidung zum Wiener Abfallwirtschaftsplan und zum Wiener Abfallvermeidungsprogramm 2019-2024
Die Stadt Wien hat den neuen Wiener Abfallwirtschaftsplan und das Wiener Abfallvermeidungsprogramm für die Planungsperiode 2019-2024 erstellt, welche nun von der Wiener Landesregierung beschlossen wurden. Öffentliche Einsicht bis 07.01.2019 möglich. Mehr Informationen

Umwelttipp der Woche

So wird das Weihnachtsfest zum Geschenk für die Umwelt
Am 25.12. sind sämtliche Mistkübel in Wien übervoll. Helfen Sie mit diesen Müllberg zu minimieren und verwenden Sie gebrauchte Verpackungen. Noch besser: Die Verpackung wird zum Geschenk (Seidenschal, Handtuch, …). Beim Aufputzen des Weihnachtsbaumes verzichten Sie der Umwelt zu Liebe auf Lametta und Schnee- oder Glitzersprays.

Am Standort des KKW Dukovany sind seit Mitte der 1980-er Jahre 4 Reaktoren des Typs WWER 440/213 in Betrieb. Die Druckwasserreaktoren zweiter Generation aus sowjetischer Entwicklung verfügen nicht über ein Containment (beschränkt druckfeste Schutzhülle), sondern wie für diese Reaktoren üblich, über ein Druckabbausystem nach dem Kondensationsprinzip. Dieses Kernkraftwerk ist nur 32 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Bei einem schweren Unfall und ungünstigen Wetterbedingungen besteht praktisch keine Vorwarnzeit für die nächst gelegenen Bezirke Niederösterreichs.

Pannen und Schlamperei in der Vergangenheit

Zuletzt war das Kraftwerk in den Schlagzeilen als 2015 und 2016 die Reaktoren am Standort für mehrere Monate still standen. Die Aufsichtsbehörde verfügte den Stopp der Anlage nachdem Ende 2015 festgestellt wurde, dass die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen an Schweißnähten schon seit Jahren nur noch auf dem Papier durchgeführt worden waren. Aufgefallen war das Problem nachdem eine angeblich kurz davor überprüfte und reparierte Leitung durchgerostet war.

Die Reaktoren sind am Ende ihrer ursprünglich geplanten Laufzeit angekommen. Dennoch wurde ihre Leistung erhöht und das Betriebsende vorerst bis in die 2030-er Jahre hinausgeschoben. Um die zukünftig wegfallenden Reaktoren zu ersetzen oder auch um das tschechische Ziel einer höheren Abhängigkeit von Kernenergie zu erreichen, sollen am Standort neue Reaktoren mit einer elektrischen Gesamtleistung von bis zu 3500 MWel errichtet werden. Dass das Projekt zeitnahe umgesetzt wird ist nicht zu erwarten, denn bereits für den Ausbau von Temelin gibt es seit längerem eine aufrechte Bewilligung. Gebaut wird da allerdings auf Grund der absoluten Unwirtschaftlichkeit von KKW und horrender Kosten nicht. Jetzt wird auch für den Ausbau am Standort Dukovany eine UVP durchgeführt, vielleicht um dafür gerüstet zu sein irgendwann in der Zukunft eine uralte, aber nach tschechischem Recht durch Verlängerung praktisch ewig gültige Bewilligung nach UVP-Gesetz aus dem Hut zaubern zu können. (In der Slowakei wird das im Fall vom KKW Mochovce mit einem Baubescheid aus der Mitte der 1980-er Jahre seit Jahrzehnten auch so gespielt).

Mehr Informationen:

Fachstellungnahme der Atomschutzbeauftragten der Länder Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Wien

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