Vom Morzinplatz zum Minoritenplatz
Viele Straßen im 1. Bezirk sind gepflastert. In den Pflasterritzen und entlang von Hausmauern keimen immer wieder Pflanzen. Wenn wir vom Morzinplatz die Ruprechtstiege hinaufgehen, sehen wir kleine Kräuter und sogar Bäume aus den Ritzen wuchern. Links, auf einer erhöhten Fläche kommen immer wieder Götterbäume auf. Wenn sie eine gewisse Größe erreichen, werden sie zumeist wieder entfernt, jedoch rasch wieder von neuen Götterbäumen ersetzt. Diese typische Stadtpflanze siedelt sich auch an den kargsten Stellen an. Wir gehen durch die Judengasse auf den Hohen Markt und von dort über die Tuchlauben, Schultergasse und Jordangasse auf den Judenplatz. Nach feuchtem Wetter wachsen sogar hier mitten in der Stadt junge Pflanzen aus den Pflasterritzen. Im Schatten finden wir Moose. Durch die Drahtgasse kommen wir auf den Hof und über den Heidenschuss auf die Freyung. Wo die Platzflächen wenig betreten werden, wächst gleich mehr. Vor dem Eingang zur Schottenkirche und entlang der Mauer finden wir Löwenzahn und Borstenhirse. Über die Teinfaltstraße und Schreyvogelgasse gehen wir zum Mölkersteig, wo Gras aus den Pflasterritzen wuchert. Wenn wir uns zur Teinfaltstraße zurückwenden, erreichen wir über die Rosenstraße schließlich den Minoritenplatz. Hier wurden auf dem Grundriss der ursprünglichen Kirche ein Trockenbiotop mit Wildrose, Sanddorn und Sommerflieder errichtet. Auch hier sind immer wieder kleine, jedoch behutsame Pflegeeingriffe erkennbar.






