MA 42 - Wiener Stadtgärten
Magistratsabteilung der Stadt Wien
Johannesgasse 35, 1030 Wien
Tel. 4000-8042,
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www.park.wien.at
Biologische Schädlingsbekämpfung in den Blumengärten Hirschstetten:
Die Anwendung von Nützlingen gegen tierische Schädlinge im Rahmen des biologischen und integrierten Pflanzenschutzes hat in den Blumengärten Hirschstetten seit 1990 Jahren wachsende Bedeutung im Pflanzenschutzprogramm. Als öffentliche Gärtnerei unterliegen die Blumengärten nicht nur strengen Auflagen der Umweltschutz- und Gesundheitsabteilung, sondern haben auch Vorbildfunktionen zu erfüllen. Der biologische Pflanzenschutz nimmt deshalb einen wichtigen Stellenwert ein. Derzeit machen diese Maßnahmen etwa ein 1/3 des jährlichen Pflanzenschutzbudgets aus. Das Anwendungsfeld umfasst in erster Linie die Unterglaskulturen (Sommerblumen, Primeln, Cyclamen, Poinsettien, Grünpflanzen, Schnittblumen), aber auch die Innenraumbegrünungen in Bürogebäuden oder Hallenbädern. In einigen Bereichen ist eine Anwendung im Freien (Balkon, Beete) ebenfalls schon möglich.
Beispiele für Naturschutzrelevante Maßnahmen in Parkanlagen des Stadtgartenamtes:
- 2.,Prater-Jesuitenwiese: Errichtung eines Grundwasserbrunnens für die Bewässerungsanlage.
- 2.,Prater-Grafenwiese: Ausbaggern eines Laichgewässers für Amphibien.
- 2.,Prater: Rückbau der Vivariumstraße und Teilen der Rustenschacherallee - damit flächenmäßig Vergrößerung des Landschaftsschutzgebietes.
- 2.,Venediger Au: Kompostierung in der Parkanlage.
- 2.,Venediger Au & Taborstraße: Errichtung einer computergesteuerten Bewässerungsanlage; dadurch weniger (Grund)Wasserverbrauch.
- 2.,Offenbachg./Engerthstr.: Errichtung einer "Krainerwand" rund um den neu gestalteten Spielplatz
- 10.,Volkspark-Laaerberg: Errichtung einer Wasserspeisung des Seligerteiches mit überschüssigem Hangwasser.
- 10.,Otto-Benesch-Park: Oberflächenwasserquelle wurde gefasst und zu Feuchtbiotop umgestaltet.
- 10.,Kurpark-Oberlaa: Anbau von Naturwiesen.
- 11.,Stadtpark-Leberberg: Biotop, gespeist aus Dachwässern.
- 13.,Napoleonwald: Belassen der Eichenstümpfe für Hirschkäfer.
- 13.,Hackinger-Schloßpark: Renaturierung des Teiches.
- 19.,Hugo-Wolf-Park: Umbau eines Aussichtsplatzes und Errichtung von zwei Trockenmauern, sowie Aussaat einer Blumenwiese.
- 20.,Gaußplatz: ein Grundwasserbrunnen sorgt für Grünflächenbewässerung.
- 20.,Allerheiligenpark: eines Grundwasserbrunnen sorgt für Spülung des Hundeklos.
- 20.,Sachsenpark: Einfriedung des Spielplatzes mit einer Krainerwand aus Robinienholz.
- 20.,Forsthauspark: Wildhecke aus heimischen Sträuchern.
- 21.,Trillerpark: Gestaltung als Ökopark.
- 21.,Denglerpark: Vergrößerung der Sumpfzone im bestehenden Feuchtbiotop, daran anschließend wurde eine Böschung mit einer Trockenmauer aus Natursteinen befestigt und abgeflacht.
- 22.,Badeteich-Hirschstetten: winterliches Öffnen der Eisdecke für Wasservögel.
- 22.,Bill-Grah-Park: Bau eines Wasserkreislaufes samt Wasserkaskaden zur besseren Sauerstoffversorgung der im Parkteich lebenden Tiere.
Beispiel für naturschutzrelevante Maßnahmen im Bereich der Baumschulen:
- Heranzucht und Verbreitung von seltenen oder aussterbenden Wildgehölzen (zB Speierling).
- Bau eines Biotops in Mauerbach.
Beispiele von Naturschutzmaßnahmen im Schulgarten Kagran:
- Ausgewählte Pflanzung von Nähr- & Brutgehölze, sowie Betreuung eines Wasserbiotops als Brutplatz für Lurche und Vogeltränke.
- Fertigung, Anbringung und Betreuung von Nistkästen, unter Berücksichtigung von Halbhöhlen - & Höhlenbrütern.
- Biologische Lockfallen im Obst- & Gemüsebau, zB Lockfallen gegen Pflaumen -und Apfelwickler.
- Bewirtschaftung von Bienenstöcken im Obstquartier.
- Information und Aufklärung der BerufsschülerInnen bezüglich Naturschutz und dessen positive Auswirkung auf den Gartenbau.
- Wöchentliche anberaumte Fachstunden mit den betriebseigenen Lehrlingen zum Thema biologischer Pflanzenbau.
- Reduktion von Torfsubstraten - statt dessen verstärkte Verwendung von Humuserden (aus organischen Abfällen).
- Um den höhlenbrütenden Vögeln eine natürliche Kinderstube (Stare, Wendehals, Gartenrotschwanz) zu erhalten, belies man eine bereits vom Alter gezeichnete Trauerweide neben den Teich. Da allerdings der morsche Baum für Menschen eine Gefahr darstellt, wurde die Wegführung verlegt.
- Weiters sind einige Säugetiere, Lurche, sowie eine große Anzahl von Insektenarten im Betriebsgelände angesiedelt. Säugetiere: Igel, Maulwurf, Feld- und Hausmaus, Spitzmaus, Steinmarder. Als gelegentliche Gäste: Feldhase, kleines Wiesel, verwilderte Hauskatzen. Lurche: Erdkröten, Grasfrosch. Insekten: Pappelbock, Großer Heldbock, Taubenschwanzschwärmer, Segelfalter, Distelfalter, Libellen, usw.
- Die Errichtung folgender Themengärten ermöglicht zusätzlich für viele Tier- und Pflanzenarten eine Verbesserung ihres Lebensraumes:
- Mediterraner Garten: Durch den permanenten - üppigen Blütenreichtum entstand eine Oase für Schmetterlinge und viele nektarsuchende Insekten.
- AsiaGarten: ganzjährig fließendes Wasser sowie eine Teichanlage ermöglicht einer Vielzahl wasserbewohnender Insekten und Lurchen ein kleines Refugium. Für Vögel und Säugetiere eine willkommene Tränke.
- Pannonischer Bauerngarten: Durch die Vielfalt der Kulturpflanzen entstand eine optimale Futterquelle für verschieden Tierarten.
- Gemüsegarten: Eine Vielzahl biologisch kultivierter Gemüsearten (zB Stangenbohnen, Speisehibiscus) sind ein beliebter Anziehungspunkt vieler Insektenarten.